Die beeindruckende Benediktinerabtei meisterliches Barock in landschaftlicher Idylle

Inmitten keltischer Viereckschanzen, alter Burgen aus der Staufer- und Deutschordenszeit, zu Füßen eine bezaubernde Landschaft voller Weitläufigkeit und Stille, liegt die Benediktinerabtei Neresheim. Ihre Geschichte reicht bis in das 11. Jahrhundert zurück.

Als Chorherrenstift gegründet, wandelte sie sich bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts zum Benediktinerkloster Hirsauer Prägung. Der architektonische Glanzpunkt der Anlage ist die barocke Abteikirche von Balthasar Neumann mit den eindrucksvollen Kuppelfresken Martin Knollers. Das Tagungshaus des Klosters wurde über die Jahrhunderte in seiner ursprünglichen Substanz bewahrt und ist für seine Gäste eine Stätte der wohltuenden Ruhe und fruchtbaren Konzentration.

 

Die Geschichte des Klosters reicht bis in das 11. Jahrhundert zurück. Es wurde 1095 von Graf Hartmann I. und Gräfin Adelheid von Dillingen-Kyburg zunächst als Chorherrenstift gegründet und zu Beginn des 12. Jahrhunderts in ein Benediktinerkloster Hirsauer Prägung umgewandelt.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde die Klosteranlage mehrfach durch Kriege und Feuersbrünste zerstört. Das heutige Bauensemble entstand in den Jahren 1694 und 1792. Sein architektonischer und künstlerischer Glanzpunkt ist die barocke Abteikirche nach den Plänen des Würzburger Barockmeisters Balthasar Neumann mit den eindrucksvollen Kuppelfresken von Martin Knoller.

Vom Verfall bedroht wurde die Abteikirche in den Jahren 1966 bis 1975 in einer beispielhaften Rettungsaktion durch das gemeinsame Mühen von Mönchskonvent, Bevölkerung, Land Baden-Württemberg und der Bundesrepublik Deutschland wiederhergestellt. Seither finden dort wieder die regelmäßigen Gottesdienste der Neresheimer Benediktinermönche und während der Sommermonate die bekannten Klosterkonzerte mit internationalen Künstlern statt.

 

 

Infobox

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Balthasar Neumann (1687–1753), Baumeister des Barock, katholisch; im Hintergrund Ansichten historischer Gebäude aus Würzburg sowie ein Proportionalzirkel

Bildvorlage: Gemälde von Marcus Friedrich Kleinert aus dem Jahr 1727, Mainfränkisches Museum, Würzburg

Teilansichten von Gebäuden Neumanns, darunter das Treppenhaus der Würzburger Residenz, im Längsschnitt die Abteikirche Neresheim und der Grundriss der Kitzinger Kreuzkapelle.